Sonjafamilie15. Nov 2011Liebe Claudia,  
lange ist es her, dass du uns bei den Geburten unserer Söhne begleitet hast, aber wir denken gerne an diese Zeit zurück! Du wusstest immer genau was zu tun war, was ich brauchte, hast unglaubliche Ruhe und Kompetenz ausgestrahlt, dass schnell klar war ein Krankenhaus brauchen wir nicht!!!  
Wir danken dir auf diesem Weg noch einmal für diese unvergesslichen Augenblicke!
Lehmkühler 2. Nov 2011Guck ma hier 
wir sind jetzt vier. 
 
Nachdem ich Nummer zwei und drei schon zu Hause bekommen habe, folgte Nummer vier schwupp die wupp im Eilgalopp. Alle großen Kinder im Bett und los. 
Ich freue mich riesig, dass alles so super geklappt hat und dass Du es pünktlich geschafft hast. Oli ist zwar auch schon Profi, aber für mich war das doch eine echte Erleichterung, als Du um die Ecke gewitscht bist. 
Du bleibst in unserem Leben und ich hoffe sehr, dass wir uns ab und an auch treffen. 
 
Die Lehmkühlers
Andrea29. Okt 2011Oktober 2011 
 
In diesem Monat, am 20.10.2011, wäre Matheos erster Geburtstag gewesen. Anlass genug für mich, auch mal ins Gästebuch zu schreiben. 
Für mich ist es nicht stimmig, dass hier nur von den positiven Schwangerschafts- und Geburtsverläufen zu lesen ist. Daher kurz mein Erlebnis. 
Ich hatte eine wunderbare Schwangerschaft, Matheo und mir ging es vom Anfang bis zum Ende der Schwangerschaft super. 
Der errechnete Geburtstermin war der 06.10.2010. Matheo ließ sich aber Zeit. 
Die Wehen begannen am 18.10.2010 um 15.15 Uhr, schon recht regelmäßig alle 10 Minuten. 
Diese Regelmäßigkeit hielt sich bis zum 19.10.2010 16.00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt kamen die Wehen alle 3 Minuten. 
Claudia sagte, ich solle in die Badewanne gehen, bis sie da ist. Das machte ich auch. Als Claudia da war, war der Muttermund noch nicht weit genug geöffnet, sodass wir uns erst gegen 18.30 Uhr auf den Weg ins Krankenhaus nach Werden machten. 
Dort wurde mein Sohn Matheo um 3.19 Uhr geboren, leider mit Atemstillstand und Herz- Kreislaufversagen. 
Claudia legte mir Matheo, sofort nachdem er geboren war, in meine Arme. Ich erschrak, weil ich dachte, ich habe ein totes Kind im Arm. Matheo war völlig schlapp. 
Ich sagte nur, er hat doch einen ganz blauen Kopf. Daraufhin reagierten Claudia und die Ärztin, nabelten Matheo ab, nahmen ihn mir weg, belebten ihn wieder und riefen den Kinderarzt der Niederbergklinik in Velbert, der 20 Minuten später eintraf. 
Vier sehr schmerzhafte Wochen folgten, die ich hier nicht näher erzählen möchte, da die Gedanken an diese Zeit immer noch einen so starken Schmerz auslösen, den ich kaum aushalten kann. 
Nach vier Wochen(16.11.2010) entschlossen wir(mein Freund und ich) uns, Matheo zum Sterben mit nach Hause zu nehmen, da er nicht lebensfähig war und wir ihm noch mehr Leid ersparen wollten. Dies war uns nur dank meines Bruders möglich, da er Arzt ist, sonst hätten wir nicht den Mut gehabt. 
Die Ärzte der Niederbergklinik waren nicht sicher, ob Matheo die Fahrt (15 Minuten) nach Hause überlebt. Er hat sie überlebt. Er hat einmal in seinem Leben die Sonne und frische Luft spüren dürfen. 
Zu Hause atmete Matheo zum ersten Mal ohne Maschinen und zum ersten Mal ganz ruhig. 
Am 17.11.2010 um 2.46 Uhr schlief Matheo ganz ruhig in meinem Arm ein. 
All dies war nur dank meiner gesamten Familie möglich! 
Was in den letzten 10 Minuten bei der Geburt passiert ist, kann mir keiner sagen. Bis zur Austreibungsphase war alles okay. 
Dass Claudia auch Wochen nach dem Tod von Matheo noch von einer schönen Geburt spricht, finde ich ..., es fehlen mir die Worte! 
 
Alles Liebe  
Andrea
Claudia Kummert 6. Nov 2011Liebe Andrea, 
 
ich finde es mutig und richtig, dass Du die Gedanken zu der Geburt von Matheo in meinem Gästebuch niederschreibst. Wenn Du weiter blätterst wirst Du sehen, dass es andere Frauen/Paare gab und gibt, die ein solches oder ähnlich schweres Schicksal teilen. Es stehen nicht nur glückliche Zeilen in diesem Gästebuch – auch, wenn Berichte über traurige Erfahrungen (Gott sei Dank) sehr selten sind. 
Als Frau, Mutter und Hebamme werde ich den Schmerz und die Trauer nicht wirklich ermessen können, den Du/Ihr erfahren habt. Ich kann das nur erahnen... 
Zu akzeptieren dass es immer wieder Kinder gibt, die nur ganz kurz bleiben können, fällt mir auch nach so vielen Jahren immer noch schwer – wissend, dass es mir irgendwann aufs Neue begegnen wird. 
Ein Gutachten – von der Klinik in Auftrag gegeben – hat gezeigt, dass die Geburtssituation jener Nacht nicht die Ursache für das kurze Leben Eures Sohnes war. Das tröstet weder Euch noch mich. 
 
Du hast Euren Sohn selbstbestimmt, aufrecht und mit eigener Kraft geboren. Das meine ich wenn ich von einer „schönen“ Geburt spreche. Wenn ich damit Deine Gefühle verletzt habe tut mir das unendlich leid! 
 
Deine Familie, die Euch in dieser Zeit so stützend begleitet hat ist wunderbar – wie gut dass es sie gibt! Ich wünsche Euch weiter die Liebe, die ihr füreinander habt und die Euch hoffentlich immer begleiten wird. Und auch mein damaliges Versprechen – dass Du mich zu jeder Zeit kontaktieren kannst – hat unbegrenzte Gültigkeit! 
 
Von Herzen 
Claudia
Georg, Ute, Noah, Ko13. Okt 2011Die Geburt von Mika 
03. Juli 2011 
 
Eine Verabredung mit einem Gast  
Der lange bleiben will 
Ich bin freudig aufgeregt 
Warte auf den kleinen Unbekannten 
Der dem wir den Namen Mika gaben 
Ein erstes Geschenk 
 
Er kündigt sein Kommen an 
Leichte, langsame Wogen aus der Ferne 
Rhythmisch und stetig 
Sind ganz da, erfüllen mich 
Dann wieder fort 
Uns erwartet ein großes Abenteuer 
Dich eine neue Welt 
 
Von diesem kleinen Kind  
Kommt so viel vertrauen 
So viel Kraft und Liebe 
Eine magische Verbindung 
Ein unbeschreiblicher Frieden umgibt uns 
Der die Angst außen vor läßt 
 
Ich gebe mich hin, lasse los 
Gebe Raum 
Mache deinen Weg kleiner Mann 
Die Wogen werden stärker 
Füllen mich jetzt ganz aus 
 
Fühle mich so sehr getragen 
Werde gehalten von starken Armen 
Die deines Vaters 
Werde liebevoll geführt  
von unserer Hebamme Claudia 
Im Wissen deiner erwartungsvollen  
und schlafenden Brüder Noah und Kolja 
Es ist wundervoll 
 
Willkommen kleiner Mika 
mit Glückshaube an einem Sonntag 
Ein Anfang in einem ruhigen zu Hause 
Umhüllt von warmen Licht 
Berührt und getragen von sanften Händen 
mit Musik begrüßt 
 
DANKE
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